Schritt-für-Schritt: Brain-Dump mit KI anwenden
1. Gedanken ungefiltert aussprechen
Fünf Minuten lang alles diktieren, was im Kopf ist:
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Aufgaben
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Deadlines
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offene Themen
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Ideen
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Sorgen
Wichtig: keine Struktur, keine Reihenfolge.
2. Strukturierungsanweisung geben
Beispiel-Prompt:
Ich habe dir meine Gedanken für die Woche diktiert.
Erstelle eine priorisierte Liste nach Wichtigkeit (nicht nur Dringlichkeit).
Welche Aufgaben zahlen auf langfristige Ziele ein?
Formuliere für die drei wichtigsten Punkte den kleinstmöglichen nächsten Schritt.
3. Erst danach entscheiden
Nun wird bewertet, was tatsächlich relevant ist.
Zitierfähige Aussage:
Erst Entlastung ermöglicht echte Priorisierung.
Warum unser Gehirn schlecht priorisieren kann
Priorisierung erfordert Vergleich — Vergleich benötigt Übersicht.
Unter mentaler Belastung fehlt diese Übersicht.
Das Gehirn nutzt dann eine Abkürzung:
Es bearbeitet das, was emotional präsent ist.
Das führt zu einem typischen Muster:
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Dringend verdrängt wichtig
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Laut verdrängt relevant
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Neu verdrängt sinnvoll
Die KI verhindert dieses Verhalten, weil sie alle Punkte gleichzeitig sichtbar macht.
Wann sich die Methode besonders lohnt:
Die Wirkung ist besonders groß in drei Situationen:
Wochenstart
Der Unterschied zwischen Planung und Reaktion entsteht in den ersten Minuten.
Viele parallele Projekte
Je mehr Themen gleichzeitig laufen, desto schlechter priorisiert das Gehirn.
Entscheidungsstau
Wenn klar ist, dass viel zu tun ist, aber unklar womit man beginnen soll.
Die wichtigsten Prinzipien hinter der Methode
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Gedanken zuerst auslagern, dann ordnen
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Wichtigkeit bewusst definieren
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kleinste nächste Schritte formulieren
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Struktur delegieren, Verantwortung behalten
Hilfreiche Zusatzfrage:
Welche dieser Aufgaben kann delegiert werden?
Delegationsmöglichkeiten werden meist erst sichtbar, wenn Aufgaben nebeneinander stehen.
Erkenntnis
Produktivität entsteht durch Klarheit, nicht durch Geschwindigkeit.
Künstliche Intelligenz wird besonders wirksam, wenn sie als Strukturierungswerkzeug genutzt wird.
Wer zuerst Ordnung im Kopf schafft, arbeitet anschließend schneller und mit weniger Stress.
Die eigentliche Effizienz entsteht nicht beim Arbeiten — sondern beim Entscheiden, woran gearbeitet wird.

