Die Verdichtung von Informationen erfordert einen höheren kognitiven Aufwand als die bloße Ausweitung von Inhalten. Komplexe Strukturen in der Kommunikation und in Projekten führen oft zu Informationsverlust und Verzögerungen. Eine gezielte Vereinfachung stellt sicher, dass Kernbotschaften präzise ankommen und Ressourcen effizient genutzt werden.
Das KISS-Prinzip steht für „Keep it Short and Simple“ (Halte es kurz und einfach). Es beschreibt die Strategie, Systeme, Prozesse und Nachrichten so unkompliziert wie möglich zu gestalten, um die Fehleranfälligkeit zu minimieren.
In der Informationsverarbeitung funktionieren einfache Strukturen schneller und zuverlässiger als verschachtelte Systeme. Komplexität erzeugt Reibungsverluste, während Einfachheit die Klarheit erhöht. Wenn Inhalte auf das Wesentliche reduziert werden, sinkt die Barriere für das Verständnis und die Umsetzung beim Gegenüber. Dieser Ansatz ist keine oberflächliche Kürzung, sondern eine bewusste Konzentration auf die entscheidenden Erfolgskomponenten.
Die Notwendigkeit zur Vereinfachung tritt immer dann auf, wenn Informationen vermittelt oder Ziele in einem Team erreicht werden sollen. Ohne bewusste Reduktion neigen Routinen und Texte dazu, durch unwichtige Details zu verwässern.
Bei Präsentationen bedeutet das KISS-Prinzip den Verzicht auf überladene Folien. Durch weniger Text wird der Fokus auf die Kernbotschaft gelenkt, was die Aufmerksamkeit des Publikums sichert.
In der schriftlichen Kommunikation sorgen kurze Absätze und eine klare Wortwahl für eine sofortige Erfassbarkeit. Empfänger können Anliegen schneller bearbeiten, wenn die Struktur direkt und unmissverständlich ist.
In Projekten wird das KISS-Prinzip angewendet, indem überflüssige Prozessschritte identifiziert und entfernt werden. Die Konzentration auf die Kernaufgaben verhindert, dass sich Teams in Details verlieren, die nicht unmittelbar zum Ziel beitragen.
Die konsequente Anwendung von Einfachheit folgt einer logischen Schrittfolge, die auf jede Routine oder Kommunikation übertragbar ist.
Identifikation: Wähle eine spezifische Routine, ein Dokument oder eine E-Mail aus, die aktuell zu komplex erscheint.
Analyse: Prüfe den Inhalt auf Elemente, die keinen direkten Beitrag zum Hauptziel leisten.
Elimination: Entferne alle Füllwörter, redundanten Informationen und unnötigen Prozessstufen.
Prüfung: Kontrolliere, ob die verbleibende Struktur eigenständig verständlich und zielführend ist.
Das allgemeine Prinzip hinter dieser Arbeitsweise ist die Erkenntnis, dass jede Vereinfachung die operative Last senkt. Einfachheit ist kein Mangel an Tiefe, sondern das Ergebnis eines intensiven Filterprozesses.
Wer Komplexität reduziert, schafft Raum für Fokus und beschleunigt die Ergebnisfindung. Durch das explizite Streichen von Unwesentlichem wird das Wesentliche erst sichtbar. Dieser Prozess führt zu einer höheren Qualität in der Durchführung, da Missverständnisse durch klare Strukturen bereits im Vorfeld vermieden werden.
Wahre Klarheit in der Kommunikation entsteht erst durch den bewussten Verzicht auf unnötige Details. Effizienz in Projekten ist direkt an die Fähigkeit gekoppelt, Prozesse auf ihre elementaren Bestandteile zu reduzieren. Einfachheit ist somit ein aktives Werkzeug zur Steigerung der Handlungsfähigkeit.
ÜBER DIE AUTORIN

Helga Boss verbindet Effizienz mit künstlicher Intelligenz.
Als Expertin für KI-gestütztes Effizienzmanagement zeigt sie, wie Unternehmen mit klaren Strukturen und smarten Tools messbar bessere Ergebnisse erzielen.
Aus der Praxis. Für die Praxis.
In diesem Blog teilt sie Erfahrungen, Strategien und echte Anwendungsbeispiele – damit KI nicht zur Spielerei wird, sondern zu einem Werkzeug, das Effizienz sichtbar macht.
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© Helga Boss